Namensänderungen (Öffentlich-rechtliche)

Das deutsche Namensrecht ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) grundsätzlich gesetzlich geregelt und bietet vielfältige namensrechtliche Möglichkeiten.  Das heißt bei familienrechtlichen Vorgängen wie Geburt, Eheschließung, Auflösung, aber auch Namenserteilung nach neuer Sorgerechtsbegründung, nachträglicher Bestimmung des Ehe- oder Doppelnamens, können Erklärungen beim Standesamt abgegeben werden.

Sofern die namensrechtliche Erklärungsmöglichkeiten nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) nicht ausreichen hat der Gesetzgeber eine Möglichkeit geschaffen, sowohl Vor- als auch Familiennamen durch eine öffentlich-rechtliche Namensänderung - auch behördliche Namensänderung genannt - zu ändern. Eine öffentlich-rechtliche Namensänderung dient ausschließlich dazu, erhebliche Unzuträglichkeiten zu beseitigen, die sich im Einzelfall bei der Führung des nach bürgerlichem Recht zu tragenden Namens nachvollziehbar und nachweisbar ergeben. 

Das deutsche Namensrecht wird allerdings nicht vom Grundsatz der Namensfreiheit beherrscht. Weder Vor- noch Familiennamen stehen zur freien Disposition. Ein Vor- und Familiennamen kann nur dann geändert werden, wenn ein "wichtiger Grund" im Sinne des Namensänderungsgesetzes (NamÄndG) die Änderung rechtfertigt.

Namensänderungen müssen schriftlich beantragt werden.  Voraussetzung ist, dass Sie im Gebiet der StädteRegion Aachen wohnen und deutsche Staatsangehörige sind.  Der Antrag ist bei den jeweils zuständigen Behörden (Bürgerbüros/Standesämter)  Ihrer Wohnortgemeinde zu stellen und wird anschließend der StädteRegion Aachen (außer Stadt Aachen) zur Entscheidung vorgelegt. Vorher bedarf es dort in der Regel eines persönlichen Beratungsgesprächs, um alle individuellen Gründe, die notwendigen Unterlagen und die zu zahlende Verwaltungsgebühr anzusprechen.

Gebühren

Die Verwaltungsgebühren betragen je nach Verwaltungsaufwand sowie nach der Bedeutung, dem wirtschaftlichen Wert und dem sonstigen Nutzen für den Antragsteller:

  • für eine Vornamensänderung bis 255 Euro,
  • für eine Familiennamensänderung bis 1.022 Euro.
Bei der Gebührenbemessung werden die wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers/der Antragstellerin berücksichtigt.

Unterlagen


  • Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit(gültiger amtlicher Lichtbildausweis)
  • beglaubigte Abschrift der Personenstandurkunden (Geburts- und Heiratsurkunde) zum Nachweis der derzeitigen Namensführung
  • Führungszeugnis (für Personen ab dem 14. Lebensjahr)
  • Einkommensnachweise
  • Nachweise über Behinderungen durch die derzeitige Namensführung
  • Meldebescheinigung
  • ggf. Sorgerechtsnachweis
Weitere Unterlagen können sich im Einzelfall ergeben.

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