Pflegewohngeld

Pflegewohngeld

Was ist Pflegewohngeld?
Pflegewohngeld wird nach der Verordnung über die Förderung der Investitionen von Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen sowie über den bewohnerorientierten Aufwendungszuschuss vollstationärer Dauerpflegeeinrichtungen (Pflegewohngeld) - Pflegeeinrichtungsförderverordnung (PflFEinrVO) - gewährt und soll dazu dienen, dass möglichst viele Heimbewohnerinnen und Heimbewohner unabhängig von der Sozialhilfe leben können. Durch das Pflegewohngeld werden die Investitionskosten der Einrichtung bezuschusst. Bei den Investitionskosten handelt es sich um Kosten, die der Pflegeeinrichtung im Zusammenhang mit der Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Gebäuden entstehen. Da diese Kosten für jede Einrichtung unterschiedliche sind, wird auch in jeder Einrichtung ein unterschiedliches Pflegewohngeld gewährt. Die Unterhaltspflicht von Kindern wird bei der Gewährung des Pflegewohngeldes nicht geprüft.

Wer erhält Pflegewohngeld?
Die StädteRegion Aachen gewährt Pflegewohngeld für die Heimbewohnerinnen bzw. Heimbewohner, die ihren letzten Wohnsitz vor der erstmaligen Aufnahme in einer Einrichtung im Stadt- bzw. Kreisgebiet Aachen hatten. Lediglich bei Berechtigten nach dem Bundesversorgungsgesetz sind die Landschaftsverbände (Hauptfürsorgestelle) zuständig.

  • Heimbewohnerinnen und Heimbewohner von Alten- und Pflegeheimen können Anspruch auf Pflegewohngeld haben
  • die Heimbewohnerin bzw. der Heimbewohner müssen pflegeversichert sein und mindestens Leistungen der Pflegestufe I von der Pflegekasse erhalten
  • Beihilfeberechtigte Heimbewohnerinnen bzw. Heimbewohner haben nur dann Anspruch auf Pflegewohngeld, wenn die Inverstitionskosten nicht über die Beihilfeleistungen bezuschusst werden
Welche Unterlagen werden benötigt?
Der Antrag auf Pflegewohngeld wird vom Alten- oder Pflegeheim gestellt. Stellt das Alten- oder Pflegeheim keinen Antrag, so kann die Heimbewohnerin bzw. der Heimbewohner den Antrag stellen. Die Gewährung von Pflegewohngeld ist vom Einkommen und Vermögen der Heimbewohnerin bzw. des Heimbewohners abhängig. Dem Antrag sind daher alle Einkommens- und Vermögensnachweise (z.B. Rentenbescheide, Nachweise über Miet- und Pachteinnahmen, Zinsbescheinigungen, Kopien von Sparbüchern etc.) beizufügen. Bei verheirateten Heimbewohnerinnen oder Heimbewohnern sind zusätzlich die Einkünfte des Ehegatten, dessen Kosten der Unterkunft und Versicherungsnachweise vorzulegen.

Ein Anspruch auf Pflegewohngeld besteht, wenn die Heimbewohnerin bzw. der Heimbewohner unter Berücksichtigung des Barbetrages, der Leistung der Pflegekasse und eines Freibetrages von 50 € die Heimpflegekosten nicht aus eigenem Einkommen abdecken kann. Außerdem darf das Gesamtvermögen die Freigrenze von 10.000 € nicht überschreiten.

 

 

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